Mann der eine Zeitung liest und lächelt
AAM
Matthias  von Aarburg, Produktmanager Werbemarkt Zeitungen

Der Third Place: Printanzeigen im privaten Lesemoment

Warum Werbung in Zeitungen dort wirkt, wo Marken Vertrauen aufbauen

In einer Welt permanenter Erreichbarkeit, Push-Nachrichten und algorithmisch gesteuerter Werbeflut wird Aufmerksamkeit zur knappsten Ressource. Gleichzeitig wächst das Bedürfnis nach Rückzugsorten, mental wie physisch. Genau hier setzt ein Konzept an, das für Werbetreibende neu gedacht werden muss: der Third Place.

Der Third Place – der private Lesemoment

Der Begriff Third Place beschreibt einen Raum oder Moment, der weder Arbeitszeit noch Pflichten umfasst, sondern Zeit für sich selbst, Entspannung und bewusste Mediennutzung. Es ist der Moment, in dem Menschen Inhalte frei von Ablenkung aufnehmen, ihre Gedanken ordnen und Entscheidungen reflektieren.

Für viele Leserinnen und Leser ist die Zeitung genau dieser Third Place:

  • der Moment am Frühstückstisch
  • die ruhige Viertelstunde auf dem Sofa
  • die bewusste Pause am Wochenende


Ein privater Lesemoment, der nicht nebenbei, sondern mit Absicht stattfindet.

Printlesen ist ein psychologischer Ausnahmezustand

Neurowissenschaftliche und medienpsychologische Studien zeigen:
Print wird anders verarbeitet als digitale Inhalte.

  • Fokussierte Aufmerksamkeit: Leser bleiben länger bei Inhalten, springen weniger und lassen sich kaum ablenken.

  • Höherer Vertrauensfaktor: Gedruckte Medien geniessen nachweislich mehr Glaubwürdigkeit als digitale Plattformen.

  • Emotionale Verankerung: Haptik, Papier, Geruch – Print aktiviert mehrere Sinne gleichzeitig


Der Leser befindet sich nicht im «Scroll-Modus», sondern im Rezeptionsmodus. Werbung trifft hier auf ein offenes, ruhiges Mindset.

Werbewirkung im Third Place: weniger Reiz, mehr Resonanz

Während digitale Werbung oft im Kontext von Stress, Multitasking oder sozialem Druck erscheint, begegnet die Printanzeige dem Leser in einem entschleunigten Moment.

Psychologisch bedeutet das:

  • geringere Abwehrhaltung gegenüber Werbung
  • höhere Bereitschaft zur gedanklichen Auseinandersetzung
  • stärkere Markenerinnerung


Printanzeigen konkurrieren nicht mit Pop-ups, Videos oder Notifications, sondern sind ein natürlicher Bestandteil des Nutzungserlebnisses und unterbrechen es nicht.

Nähe, Kontext und Vertrauen

Zeitungen sind kuratierte Medien. Inhalte werden ausgewählt, geprüft und eingeordnet. Werbung profitiert vom Umfeld:

  • Marken werden automatisch in einen journalistisch glaubwürdigen Kontext eingebettet.
  • Anzeigen werden nicht als Fremdkörper wahrgenommen, sondern als relevanter Bestandteil des Mediums.
  • Besonders regionale Zeitungen schaffen emotionale Nähe und übertragen diese auf beworbene Marken.

 

Print wirkt langfristig – nicht nur kurzfristig

Digitale Kampagnen messen Klicks. Print wirkt auf einer tieferen Ebene:

  • Markenaufbau
  • Imagebildung
  • Vertrauensstärkung


Leser erinnern sich nicht immer an den genauen Wortlaut, sondern an die Marke, das Gefühl und die Haltung, die eine Anzeige vermittelt.

Fazit: Der Third Place ist ein Werbeprivileg

Printanzeigen erreichen Menschen dort, wo sie aufnahmebereit sind – und nicht dort, wo sie überreizt werden.

Im Third Place des privaten Lesemoments entsteht eine Werbewirkung, die digital kaum reproduzierbar ist: ruhig, glaubwürdig und nachhaltig.

Für Marken bedeutet das: Wer in Print wirbt, kauft nicht nur Reichweite, sondern auch Aufmerksamkeit, Vertrauen und Zeit.

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